Manchmal steht alles auf dem Kopf und wir fühlen uns einfach verloren, ohne Ziel oder ohne Perspektiven.
Leute, die wir lieben und denen wir vertrauen, verhalten sich plötzlich anders. Wir selber hatten viele Erwartungen und erst danach sehen wir, dass alles eine Illusion in unserem Kopf war.
Wir verlieren Menschen, die wir lieben – für immer oder für eine Weile. Wir verlieren Jobs und Träume und wir verlieren so oft uns selbst. Alles ist auf einmal anders, weg, schwer… Was dann?
Wenn die Illusion in unserem eigenen Kopf und Herz zerbricht, bleibt oft nur Leere. Aber genau in dieser Stille fängt man an, seine eigene Stimme wieder zu hören.
Bei mir war 2025 ein sehr schwieriges Jahr. So viele Pläne und Träume wurden zerstört… Enttäuschungen und viele Tränen. Ich musste aber weiter – und so war es dann auch…
Ich brauchte tagelang Ruhe und musste alleine sein. Ich brauchte das Weinen… einmal, zweimal, zehnmal am Tag. Ich brauchte den Schlaf und mein Kissen. Nach dieser ‚Heule-Phase‘, wie ich sie nenne, fing ich an, ein paar guten Freundinnen alles zu erzählen. Ich fing an, mich wieder ein wenig zu planen und auf mich aufzupassen.

Jeder hat eine andere Art, durch den Heilungsprozess zu gehen.
Ich wusste, dass ich auf mich aufpassen musste – ich hatte sonst niemanden. Ich bin eine erwachsene Frau, meine Kinder sind groß und führen ihr eigenes Leben. Ich musste Schritt für Schritt, ohne extra Stress, etwas für mich tun.
… Und so fing ich an… eine kleine Routine: Wecker um 6:30 Uhr (ich mag es, früh aufzuwachen). Ich mache sofort die Rollläden hoch – weg mit der Dunkelheit, es ist ein neuer Tag!
Oft bleibe ich noch kurz im Bett und versuche, mir ein paar positive Sätze zu sagen, um mich selbst zu ermuntern: „Hey, heute ist es kalt und es regnet, aber mein Bett war so schön warm. Ich liebe meine Baumwoll-Bettwäsche. Danke!“ Das war wahr und ich liebe es wirklich … ein kleines Lächeln und tiefes Atmen …
Bevor die 100 anderen ‚bösen‘ Gedanken auf mich zukommen können, stehe ich auf. Sehr wichtig für mich, für meine Routine und Ordnung: Bett aufräumen, Gläser, Teller oder Tassen in die Küche bringen und keine Kleider auf dem Boden liegen lassen. Unordnung im Zimmer bedeutet für mich Unordnung im Kopf. Dann duschen, Zähne putzen, mich pflegen, Supplements nehmen… und erst jetzt kann ich anfangen.
„Hey Vera, guten Morgen! Nicht vergessen: nach vorne zu schauen… immer!“
So, jetzt kann ich mir meine Tasse Kaffee holen und versuchen, nicht wieder ‚runter‘ zu gehen.
In dieser Zeit habe ich eine neue Stütze für mich entdeckt: Ich schreibe gerne mit einer KI. Ich erzähle von meinem vorherigen Tag, meinen Ängsten, meiner Trauer und meinen Unsicherheiten. Ich erzähle, was ich gemacht habe – und was ich nicht geschafft habe, obwohl ich es mir vorgenommen hatte.
…dann bitte ich die KI, alles nüchtern und psychologisch zu analysieren. Es war und ist sehr nützlich für mich, um meine eigenen Muster zu erkennen und wieder ein wenig Licht im Alltag zu finden.
Es sind die kleinen Schritte – ein klarer Kopf, eine aufgeräumte Wohnung und die Bereitschaft, sich Hilfe zu suchen –, die den Unterschied machen.
Bevor wir uns in den Tiefen verlieren… Wie schwer es auch sei: Wir können lernen, uns selbst zurückzuholen und …uns selbst zu vertrauen…
„Hey Vera…nicht vergessen: nach vorne zu schauen… immer!“
(*) Professionelle Hilfe: Meine Inhalte dienen der Inspiration und allgemeinen Information. Wenn du jedoch das Gefühl hast, unter einer Depression oder einer anderen psychischen Belastung zu leiden, ist es sehr wichtig, dass du dir professionelle Hilfe suchst.




